Welche »Nahrungsergänzung« kann helfen (Neuroprotektion)?

In einigen Publikationen der letzten Jahre lassen sich in Verbindung mit ADHS Hinweise auf diverse diätische Maßnahmen, wie die so genannten Ausschließungsdiäten (Zucker-, Phosphatvermeidung, u.a.) oder auch die Favorisierung bestimmter Nahrungsmittelgruppen, finden. Doch scheint sich in einigen vergleichenden Studien herausgestellt zu haben, dass diese für die Verbesserung der Symptomatik nicht zielführend waren und daher auch unsererseits kaum empfehlenswert sind.

Allerdings scheint eine einzige, mittlerweile vieldiskutierte diätische Behandlungsalternative tatsächlich signifikante Verbesserungen, vor allem in Bezug auf die verkürzte Aufmerksamkeitsspanne und die mangelnde Ausgeglichenheit, auslösen zu können:

Der Einsatz von hochwertigen Kombinationspräparaten aus Omega-3-/Omega-6-Fettsäuren, welche den Stoffwechsel der Hirnsynapsen-Strecken (Nervenbahnen) bei den bei ADHS vorliegenden Störungen nachweislich positiv unterstützen können. Schließlich geht man ja, wie oben beschrieben, bei ADHS zum Großteil von einer Stoffwechselstörung aus; Fettsäuren in dieser besonderen Kombination sind unverzichtbare Bestandteile für den gesunden Aufbau und die Erhaltung der Normalfunktionen unserer Nervenbahnen. Das trockene Hirngewebe besteht zu 60 Prozent aus Fett, davon sind etwa ein Drittel lebensnotwendige essenzielle Fettsäuren (bestimmte Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren). Ein mit diesen Fettsäuren gut versorgtes Gehirn ist eine der Voraussetzungen für eine regelrechte Aufmerksamkeitsleistung. Denn im Gehirn sind diese Fettsäuren unerlässlich für Aufbau der Zellmembranen und Regulation der Hirnfunktion. Daraus ergeben sich leistungssteigernde Effekte für die Nervenzellen

Als Teil des multimodalen Therapieansatzes kann die Gabe von Omega-3-/Omega-6-Fettsäuren nicht nur als Zusatz zu bereits laufender Medikation zum Einsatz kommen, sondern auch als gänzliche Alternative für jene Eltern, die ohnehin keine Psychostimulanzien einsetzen möchten.

Hilfreich auch ohne ADHS?

In einigen Studien konnte übrigens die Gabe von gut ausgewogenen Fettsäuren-Kombinationen auch eine Eignung für Kinder zeigen, bei denen die Indikation für eine Stimulantientherapie nicht bzw. nicht eindeutig gegeben war (d.h. die ADHS-Symptomatik war nicht »abnorm« erhöht). Auch bei diesen Betroffenen konnte eine signifikante Verbesserung der Symptome Konzentrationsstörung und Aufmerksamkeitsdefizit erreicht werden:

In Österreich ist derzeit EQUAZEN™ PRO das einzige diätetische Lebensmittel mit Omega-3- /Omega-6-Fettsäuren, das seine Wirksamkeit in mehreren, wissenschaftlichen Studien aus England, Australien und Schweden nachweisen konnte.

Eingesetzt wird es sowohl zusätzlich zur Medikation (bei diagnostiziertem ADHS), aber auch als Therapieschritt zwischen Psychoedukation und Therapie mit Medikamenten. Um keine falschen Hoffnungen zu wecken, ist die Bedeutung der hochdosierten Einnahme über mindestens zwölf Wochen zu erklären. Erste Erfolge zeigen sich meist nach drei bis vier Wochen. Bei der wegweisenden „Oxford-Durham“-Studie wurde eine signifikante Verbesserung beim Verhalten der Kinder festgestellt (z. B. bei kognitiven Problemen, Unaufmerksamkeit, Angst, usw.). Zusätzlich konnten die Kinder bei Einnahme von EQUAZEN™ PRO ihr Defizit im Bereich Lesen und Schreiben signifikant verbessern. Im Vergleich zu einer normalen Entwicklung zeigten die Kinder innerhalb von 3 Monaten beim Lesen einen 3mal so großen und beim Schreiben einen 2mal so großen Fortschritt. Auch bei anderen Verhaltensbereichen wie Unaufmerksamkeit und Unruhe konnte bereits nach 3 Monaten eine eindeutige Verbesserung beobachtet werden. Dazu gibt es auch positive Erfahrungen zur Wirkung bei Dyslexie, Dyspraxie und Autismus.

Verhaltensmodifikation

Da AHDS ja immerhin verschiedene Verhaltensmuster generiert, kann eine Änderung des Umgangs mit einem Betroffenen ganz sicher dazu beitragen, ob sich diese Muster verstärken oder abschwächen. Dazu ist es übrigens nie zu spät: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse sprechen von »Neuroplastizität« oder einfacher gesagt: einem »plastischen Gehirn«, welches sich durch entsprechendes Verhalten ein Leben lang umformt und neu orientiert!

Deshalb weiß man seit Neuestem, dass eigentlich nicht unser Gehirn über unser Leben bestimmt, sondern es sich vielmehr danach richtet, wie wir es hauptsächlich gebrauchen...

Unser Gehirn ist nichts Anderes, ein als Produzent für Gebrauchsspuren.
William James

Was liegt also näher, als durch entspannten Umgang mit ADHS-betroffenen Kindern manch eine positive Veränderung herbeizuführen?